Erstellen und Anpassen von Schraffurmustern

Schraffuren werden verwendet, um Bereiche der Zeichnung mit einem Muster zu bedecken. Die einfachste Schraffur besteht aus sich in gleichen Abständen und mit gleichem Winkel sich wiederholenden Linien. Schraffurmuster können gedreht werden, in einem spezifizierten Punkt beginnen und in verschiedenen Skalierungen verwendet werden. In den Mustern können nicht nur durchgezogene Linien verwendet werden, sondern auch strichpunktierte Linien.

Mit dem Befehl Schraffur können Sie zahlreiche Schraffurmuster, die in Schraffurmusterdateien definiert sind, verwenden. Dieses Thema beschreibt, wie Sie Ihre eigenen Schraffurmusterdateien erstellen.

Schraffurmusterdateien und Dateispeicherort

Vordefinierte Schraffurmuster werden in Dateien mit der Extension .pat gespeichert.

Verwenden Sie einen Texteditor (ohne Formatierungen), um eine Schraffurmuster-Definitionsdatei zu erzeugen.

So ändern Sie den Speicherort von Schraffurmuster-Dateien oder fügen einen weiteren Speicherort hinzu:

  1. Klicken Sie Extras > Optionen (oder geben Sie Optionen ein).

  1. Klicken Sie Dateipositionen button_options_file_locations_big im Dialogfenster Optionen.

  2. Expandieren Sie System > Suchpfad für Support-Dateien.

Schraffurmusterdateisyntax

Schraffurmuster bestehen aus einer Kopfzeile, gefolgt vom Namen des Schraffurmusters. Ein Sternchen (*) kennzeichnet den Beginn des Schraffurmuster-Namens; diesem kann ein Komma und die Musterbeschreibung folgen. Die nächste Zeile enthält die eigentliche Schraffurmusterdefinition. Jede Schraffurmusterdefinition beginnt in einer separaten Zeile und enthält die folgenden Elemente:

  • Winkel der Schraffurlinie

  • Die X- und Y-Koordinaten, wo die Linie beginnen soll

  • X- und Y-Versatz zwischen den Linien

  • Liniensegmentlänge

Die Liniensegmentlängen werden für verlängerte und gepunktete Schraffurlinien benötigt. Sie werden nicht für durchgezogene Linien benötigt.

Sie können Kommentarzeilen (zum Beispiel für Dokumenationszwecke) eintragen. Diese müssen mit einem Semikolon beginnen.

Kopfzeile:

*Schraffurmustername[,Beschreibung des Musters]

1st Hatch line:

Winkel, X-Startkoordinate, Y-Startkoordinate, X-Versatz, Y-Versatz [,Ls1, Ls2,…, Ls**n**]

2nd Hatch line:

Wie 1. Schraffurlinie

n-te Schraffurlinie:

Wie 1. Schraffurlinie

[Ls1,Ls2,…,Ls**n**] = Liniensegmentlänge 1, Liniensegmentlänge 2, …, Liniensegmentlänge n

Schraffurmuster-Definitionen in .pat-Dateien beginnen mit einer Kopfzeile, in welcher der Name und (durch ein Komma getrennt) eine Beschreibung, die im Dialogfenster für Schraffuren angezeigt wird. Der Schraffurmustername muss kürzer als 15 Zeichen sein. Die Beschreibung des Musters muss kürzer als 80 Zeichen sein.

Pro Schraffurlinie sind nicht mehr als sechs Einträge für Liniensegmentlängen erlaubt.

Beispiele

Beispiel 1: Horizontalschraffur

Das folgende Beispiel zeigt ein Schraffurmuster mit dem Namen HORLIN, das mit einem Winkel von null Grad definiert ist. Der Ursprung liegt an Koordinate 0,0 und die Y-Linie wird mit einem Versatz von 1 Zeichnungseinheit gezeichnet.

*HLINE, Horizontale Linie
0, 0,0 , 0, 1.0

hatch_sample_1

Beispiel 2: Strichpunkt-Muster

Der Startpunkt befindet sich bei 0,0 und der Schraffurlinien-Versatz beträgt 1 Zeichnungseinheit. Die Strichlänge beträgt 0.5 Zeichnungseinheiten. Ein Leerraum von 0.25 Zeichnungseinheiten trennt jeden Strich und Punkt auf der Linie.

*STRICHPUNKT, 45-Grad-Strichpunktlinie
45, 0,0 , 0,1, 0.5,-0.25,0,-0.25

hatch_sample_2

Beispiel 3: Parkett-Muster

Das Muster definiert jeweils 4 Parkettstäbe mit einer Breite von jeweils 0.25 Zeichnungseinheiten, einmal in horizontaler und einmal in vertikaler Ausrichtung.

Dazu werden fünf 0-Grad-Schraffurlinien und 5 90-Grad-Schraffurlinien definiert. Die Startpunkte sind jeweils um 0.25 Zeichnungseinheiten um 90 Grad in der X-Richtung und um 0 Grad in der Y-Richtung versetzt. Die Länge der Linien beträgt jeweils 1 Zeichnungseinheit und der Zwischenraum ebenfalls 1 Zeichnungseinheit, so dass horizontale und vertikale Linien sich im Muster abwechseln.

* PARQUET, 1 x 1 parquet pattern
0, 0,0.00 ,1,1, 1.0,-1.0
0, 0,0.25 ,1,1, 1.0,-1.0
0, 0,0.50 ,1,1, 1.0,-1.0
0, 0,0.75 ,1,1, 1.0,-1.0
0, 0,1.00, 1.1. 1.0,-1.0
90, 0.00,0 ,1,1, -1.0,1.0
90, 0.25,0 ,1,1, -1.0,1.0
90, 0.50,0 ,1,1, -1.0,1.0
90, 0.75,0 ,1,1, -1.0,1.0
90, 1.00,0 ,1,1, -1.0,1.0

hatch_sample_4

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